Pommel2k – Schnee, Kälte und Wind

Pommel2k also. Definitiv ein super Name für eine Laufveranstaltung. „Pommel“ für Pommelsbrunn und 2k für 2000 Höhenmeter. Der 1000-Höhenmeter-Weg in Pommelsbrunn wird beim Pommel2k doppelt gelaufen. Einmal im und einmal gegen den Uhrzeigersinn. Das macht insgesamt vier Schleifen zwischen je 10 und 13 km um das Dorf. Die Höhenmeter summieren sich dann doch auf gut 2200 Höhenmeter.

Der Einladungslauf, welcher von Gerhard Börner (JUNUT, NAFPUT etc. Vielen Dank für die beiden Fotos an dieser Stelle) organisiert wird fand bereits am 18.03.18 statt. Danach gabs einfach keine Zeit ein paar Gedanken zu diesem Lauf niederzuschreiben. Deswegen schaffe ich das erst jetzt. Vornweg: ich bin immer noch total begeistert!

Gerhard macht das total entspannt und man merkt sofort, dass er in Sachen Ultra-Laufen extrem viel Erfahrung hat. Wenn es sich ausgeht möchte ich die nächsten Jahre öfter dabei sein, wenn er zu „seinen“ Läufen einlädt. Ich liebe kleine und familiäre Veranstaltungen, wo das Laufen im Fokus steht und nicht irgendwelche Sponsoren. Es war wunderschön beim Pommel2k, trotz Neuschnee, -5 Grad Celsius und Windböen bis 80km/h.

Um 9:00 starteten 17 Läufer (bei mehr als 30 Anmeldungen), die sich den widrigen Bedingungen zu stellen bereit waren. Verpflegung konnte man am Startplatz, an dem man während der 46km und 2200 Hm drei mal vorbeikommen würde, deponieren. Ich entschied mich für saftschorle, kleine Salzbrezen und Datteln. Pro Runde je 5 Brezln und 5 Datteln.

Ich lief von Beginn an ein ganz entspanntes Tempo, war zuerst dritter. Ich wollte nicht wieder den Fehler und am Anfang zu überziehen. Nach 5 km und zwei Downhills war ich plötzlich auf der ersten Position und lief meinen Stiefel weiter, genoss die harten und kalten Bedingungen und kam nach 5:19 Stunden als erster im Ziel an. Eine Premiere! Gerhard war da, um mir zu gratulieren. Hammer! 2C24D8F7-661B-4432-93F4-808891F99C59

Selbst so früh im Jahr hab ich gemerkt, dass die Form schon gut ist und blicke entspannt auf meine weiteren Pläne für 2018: Frankenwaldsteig und Maintal Ultratrail.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Gerhard, der Läufern so schöne Erlebnisse  möglich macht. Beim gemütlichen Beisammensein nach dem Lauf, wollte ich eigentlich gar nicht mehr gehen. Aber hier ist der Link: Pommel2k meldet euch an, es lohnt sich und macht Spaß!

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Resümee 2017

Ich halte mich kurz. Weihnachten naht. Aber ein klein bißchen Zeit sollte bleiben, um auf 2017 zurückzublicken. In 2017 habe ich insgesamt 2500km zurückgelegt, das sind ca. 48km pro Woche, beinahe 7km täglich. das ganze Jahr war garniert mit 67.000 positiven wie negativen Höhenmetern. 1288Hm pro Woche, im Schnitt. Ich war nie verletzt, zwei mal kurz krank und im August 2 Wochen und nun im Dezember 4 Wochen freiwillig nicht laufen.

Ich bin drei Wettkämpfe mitgelaufen und drei mal im Training auch über die 50km Marke gegangen. Im März startete ich beim 6-Stunden-Lauf in Nürnberg, wo ich mit 69,3km Laufleistung den 12.Platz insgesamt belegen konnte. Mein Jahres-Highlight lief ich beim Chiemgauer100 in Ruhpolding, wo ich die 100km und 4500 Höhenmeter in 13:36 Stunden auf dem 4. Gesamtplatz finishte. Im Oktober lief ich noch im Premiere-Jahr der Trails4Germany in Kulmbach mit. 21km und fast 700 Höhenmeter. Mit 1:39 Stunden belegt ich dort den 13. Platz insgesamt und blicke unglaublich zufrieden auf das letzte Jahr.

Ich habe wenig trainiert und kam deswegen auch in kein Übertraining, blieb verletzungsfrei. Meine Grundlagenausdauer war hervorragend. Tempo und Tempohärte dagegen sehr ausbaufähig. Genauso wie das bergauf laufen.

Für 2018 nehme ich mir in erster Linie vor Krankheit- und verletzungsfrei zu bleiben. Außerdem würde ich gerne noch effektiver trainieren. D.h. entweder weniger oder gleicher Aufwand, dafür aber mehr Ertrag. Wenn das klappt, kann ich mich ein bißchen um meine Schwächen kümmern.

Für nächstes Jahr plane ich zwei Wettkämpfe und ein Lauf-Projekt. Bei meinem Laufprojekt werde ich Mitte/Ende Mai versuchen, den Frankenwaldsteig (240km, 5500 Höhenmeter) in drei Etappen zu laufen. Das wird mein Highlight – 3 Tage, 6 Marathons, Ich allein. Ein Traum.

An der Startlinie stehe ich bei einem kleineren Lauf im Nürnberger Land über 46km und 2000 Höhenmeter. Der Termin steht noch nicht fest, aber ich freue mich schon sehr darauf, Kontakte zu lokalen Läuferinnen und Läufern zu knüpfen. Im Sommer freue ich mich dann am 14. Juli beim Maintal-Ultratrail über 65km und 1700 Höhenmeter zu starten. Ich hoffe, dass einige Topläuferinnen und -läufer dabei sein werden, da im Rahmen dieses Laufes auch die deutsche Meisterschaft im Ultratrail ausgetragen wird. Wird sicher spannend und lehrreich! Die zweite Hälfte des Jahres wird entspannt und ohne Plan drauflos gelaufen – oder auch nicht. Mal schauen.

2018, ich komme und freue mich schon sehr!

Trails4Germany 2017 in Kulmbach

Am 14. Oktober startete ich bei den Trails4Germany im oberfränkischen Kulmbach über eine 21km lange Rund-Strecke, versehen mit ca. 600 positiven und negativen Höhenmetern.

Die Rahmenbedingungen

Das Format der Trails4Germany könnte ein interessantes werden – 1 Jahr, vier Orte, Runden von ca. 10km und 20km mit mehr oder weniger Höhenmetern. Das Ganze größtenteils auf Trails. Es sollen vor allem Trail-Neulinge angesprochen werden. Die Sportveranstaltungsagentur PlanB (ZUT, TAR etc.) veranstaltet in Kooperation mit regionalen Partnern die Laufveranstaltungen. Das Startgeld von 20,- bzw. 30,- war angemessen. Bei der Gestaltung der Laufveranstaltung hätte ich mir persönlich mehr Lokalität und Regionalität gewünscht – es wirkte für die doch überschaubare Teilnehmerzahl von nicht ganz 300 Startern über Kurz- und Langdistanz doch stark professionalisiert. Wobei die Crazy Runners Frankenwald um Hauptorganisator Markus Franz eine tolle Veranstaltung mit Top-Verpflegung, super Öffentlichkeitsarbeit, guter Streckenmarkierung und überraschender Überraschungen auf die Beine stellten. Ich hätte mir für meinen Geschmack nur noch einen etwas größeren (Single-)Trail-Anteil gewünscht – aber man kann ja nicht alles haben. Nächstes Jahr vielleicht?! 😉

An dieser Stelle muss ich leider einige der (neuen?) Trail-Läufer kritisieren und folgenden Appell aussprechen: Werft doch bitte euren Müll nicht in die Natur! An den Verpflegungsposten gabs Müllsäcke. Trail-Läufe sind keine Straßenläufe, wo die meisten ihre Becher, Gels etc. in der Gegend herumwerfen. Lasst uns gemeinsam diese Natur schützen, die uns sooooooo viel zurück gibt – oder geht nur noch zu Stadt- und Straßenläufen. Danke!

Mein Rennen

Ich habe mir zwei Ziele für das Rennen gesetzt: Unter zwei Stunden durchkommen war das Primär-Ziel, unter 1:40 Stunde das Sekundär-Ziel. Beide habe ich erreicht und konnte das Rennen in 1:39 Stunde auf dem gesamten 13. Platz zu Ende bringen. Allerdings passierte mir wieder ein Fehler, der mir schon ein paar mal widerfahren ist und den ich eigentlich vermeiden wollte. Ich rannte auf den ersten Kilometern wieder Vollgas vorne mit, was sich im weiteren Verlauf rächte – ich hatte bis zum Ende das Gefühl mit leicht angezogener Handbremse zu laufen. In der Vergangenheit musste ich häufig feststellen, dass ich viel mehr davon profitier, wenn ich die ersten 10 Minuten wirklich entspannt laufe. Ich brauch einfach die Zeit zum Einrollen. Für die Zukunft nehme ich mir wieder einmal vor mich nicht immer so mitreissen zu lassen 😉 … wird sicher eh nicht klappen. Haha.

Fazit

Schöner Lauf, schönes Wetter, schöne Strecke. Würde ich wieder machen, auch wenn mir längere Strecken, die vor allem technischer und weniger „laufbar“ sind vielmehr liegen. Ich habe diesmal nicht so viel geschrieben, was daran liegt, dass der Lauf einfach schnell vorbei war. Fotos und Infos findet ihr hier: http://trails4germany.com

Mal schauen, was ich mir für 2018 so vornehme – es wird definitiv ein langes Solo-Lauf-Projekt dabei sein!

Solltet ihr Fragen zum Lauf haben, schreibt mir!

Simon

Training für Chiemgauer100

Nach meinem Bericht über mein Finish über die 100km-Distanz beim Chiemgauer100 (4. Platz), erreichten mich einige Anfragen, wie ich denn trainiert hätte. Oftmals kursieren auch Meinungen, dass der Trainingsaufwand so immens sei, was ich nicht so empfinde. Ich werde mich im folgenden vom Groben an die Feinheiten meines Ultratrainings herantasten.

Hierzu komme ich zu meinen übergeordneten Grundprinzipien:

  • ich laufe ohne Puls- oder Pacekontrolle, lediglich mit einer normalen Uhr mit einem Höhenmesser, um mich grob zu orientieren
  • Ich zeichne meine Läufe aber auf, um sie im Anschluss in mein Lauftagebuch zu übertragen. Dieses dient vor allem der psychologische Vorbereitung auf Läufe („Wow bin ich viiiiieeel gelaufen“)
  • Ich verzichte komplett auf Nahrungsergänzungsmittel und ernähre mich hauptsächlich von frischen Obst und Gemüse, wenig/kein Zucker. Dafür esse ich aber reichlich. Durch gesunde, unverarbeitete Lebensmittel erhält man vor allem wichtige Vitamine und Spurenelemente, die für eine schnelle Regeneration ungemein wichtig sind. Das „klassische“ Carboloading betreibe ich nicht. Vielseitigkeit und Spaß am Kochen (und Essen) stehen auf dem Programm.
  • Höre auf deinen Körper. Er sagt dir was du brauchst und wieviel/wie hart du trainieren kannst/solltest. Dies führt zum nächsten Grundprinzip.
  • keine Schmerzmittel in einem normalen Trainingsverlauf oder bei Wettkämpfen! (hier findet leider immer noch ein weitverbreiteter, fahrlässiger Umgang statt)
  • Pausen machen! Du verbesserst dich erst während der Erholungsphasen. Und Arbeiten ist nicht Erholung. Entzerre deinen Terminplan!

In den letzten Jahren hab ich ein bisschen Erfahrung sammeln dürfen und auch viele Fehler, oder besser Zufälle, fabriziert, die mich sicher weitergebracht haben. Eigentlich ist es, fernab von Puls- und Pacezwängen, ziemlich simpel – wer schneller werden will, muss schneller laufen, wer weiter laufen will, muss weiter laufen. Übersetzt heisst das, dass für einen Wettkampf spezifisches Training am wichtigsten ist. D.h. trainiere das, was du im Wettkampf brauchen wirst. Bei mir waren das technische Trails mit Höhenmetern, maximal 67km. So habe ich allerdings nur 4-6 Wochen vor dem Wettkampf trainiert. Ich versuchte pro Woche einmal 90 Minuten Bergtraining zu machen (abwechselnd raufgehen/laufen, hatte nur einen 150 Hm-Hang), 3-5 Stunden im langsamen Tempo und einmal 3-5 Stunden schnellen Tempolauf. Wenn es sich ausging hab ich einen regenerativen Lauf über 60 Minuten noch eingebaut. Alles auf Trails im profilierten Gelände. Damit es abwechslungsreicher wird fange ich nach der Herbst/Winter-Regeneration mit schnellen Einheiten an und halte die Kilometer-Umfänge pro Woche kurz. Ich verlangsamte sukzessive mein Tempo, bis ich mir dachte, dieses Tempo kann ich mehr als 50km laufen. Das heisst, zuerst schnell und wenig, dann immer langsamer und dafür weiter. In den 4-6 Wochen vor dem Chiemgauer100 machte ich auch keinerlei Ausgleichs-Kraftübungen. Hier heisst es, nur noch das machen, was du wirklich brauchst und an Feinheiten arbeiten. Letztes Jahr machte ich den Fehler und bolzte in der Tail-Marathon-Vorbereitung in den Wochen vor dem Wettkampf 800m-Intervalle. Das brachte eher nichts. Grundsätzlich trainierte ich 3-4 mal pro Woche. Familie und Berufstätigkeit und RUHEPHASEN lassen auch nicht mehr zu. Ein Tipp hier: viele Trainingseinheiten (bis 2 Stunden) hab ich mit dem Kinderbuggy absolviert.

Ohne Puls und Pace gilt es sich an seinem Körpergefühl zu orientieren. Um dies in Worte zu fassen oder im Lauftagebuch festzuhalten, benutzte ich die Belastungsabstufungen GA-1, GA-1/2 und GA-2. Das war mir aber zu unspezifisch, weswegen ich mir folgende Tabelle selbst zurecht legte, um mit verschiedenen Belastungsstufen im Training zu arbeiten.

  • Stufe 1: leichte Belastung, atmet fällt nicht schwer, lange Unterhaltungen möglich, keine große Anstrengung, erholsam, es kann gefühlt ewig in diesem Tempo gelaufen werden
  • Stufe 2: mittlere Belastung, Atmung leicht beschleunigt, Unterhaltungen immer noch möglich, Grundlagentempo, lange Belastungen möglich
  • Stufe 3: hohe Belastung, Atmung beschleunigt, kurze Sätze können gesprochen werden, „Flow-Tempo“ (Marathon-Tempo)
  • Stufe 4: sehr hohe Belastung, Atmung sehr beschleunigt, Belastung kann maximal 30 Minuten gehalten werden, Im Training sind 3:00 Minuten Intervalle mit 3:00 Minuten Pause ideal in diesem Tempo
  • Stufe 5: extreme Belastung, Atmung teils unkontrolliert, kann maximal wenige Minuten gehalten werden

Achja, zwecks Ernährung im Training. Bis zu einer Trainingsdauer von 90 Minuten nehme ich nichts zu mir. Bei den Stufen 1 und 2 ab 2-5 Stunden Dauer nur Wasser über 5 Stunden auch Nahrung. Bei Tempodauerläufen in Stufe 3 ab 1,5 Stunden Wasser und ab 2 Stunden Dauer auch Nahrung (Trockenfrüchte, Riegel etc.). Wenn es heisst ist empfehle ich euch eine Prise Salz ins Wasser zu geben oder aber Salz (oder Salztabletten) mitzuführen.

Ich hoffe, das war einigermaßen interessant für euch. Bei Fragen oder zur Diskussion könnt ihr euch gerne melden. Und Tipps nehme ich immer gerne entgegen, da ich ja auch noch Neuling bin. Lernt einfach nur wieder auf euren Körper zu hören. Wir sind alle sehr individuell und jeder braucht was anderes!

Grüße

Simon

Chiemgauer 100

Masochismus, der (männlich, Substantiv)

Als Masochismus wird bezeichnet, wenn ein Mensch (oftmals sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, dass ihm Schmerzen zugefügt werden (Quelle: Wikipedia).

Mein Start beim Ultra-Trail-Wettkampf „Chiemgauer100“ über die 100km Distanz, garniert mit 4500 negativen, als auch positiven Höhenmetern liegt nun beinahe 5 Tage zurück. Bis auf einen blauen Zeh und einen Kapselanriss im Daumengelenk spüre ich gar nichts mehr und habe richtig Lust wieder rauszugehen, die Laufschuhe zu schnüren und über meine Strecken vor der Haustür zu rennen. Allerdings rät mir die Vernunft dazu, die Regeneration noch etwas auszudehnen.

Achja… was hatte der Lauf mit Masochismus zu tun? Sicherlich eine Menge, wie sich im folgenden Bericht noch herausstellen wird. Tatsächlich hatte ich auch Schmerzen. Aber die knapp 13,5 Stunden, die ich unterwegs war, überwog die Freude und Lust am Laufen. Es war herrlich. Nahezu befriedigend. Ein Hammer-Tag, eine tolle Veranstaltung, Helferinnen und Helfer der Extraklasse! Schon mal vorweg: Ich komme wieder, vielleicht nicht gleich nächstes Jahr, aber definitiv irgendwann. Nun aber der Reihe nach.

Freitag, 28.07.2017

Am Tag vor dem Rennen fühlte ich eine ungewohnte Nervosität, die ich auf die große Vorfreude auf den Lauf, der für mich das Highlight des Jahres sein sollte, zurückführte. Nachdem ich nach der Ankunft am Bahnhof Ruhpolding 20 Minuten zum Stadion zurücklegte begann meine Einstimmung auf den morgigen Tag.

Am Stadion angekommen, holte ich meine Startunterlagen ab. Der familiäre Flair und das gemütliche Beisammensein waren sehr angenehm. Hoffentlich verliert diese Veranstaltung niemals diesen Charme. Von der Atmosphäre her kann ich mir beim besten Willen keine bessere Laufveranstaltung vorstellen. Aber das ist meine subjektive Meinung. Hier gibt es keine Preisgelder, keine laute Musik, kein Tamtam. Das Laufen in der Natur ist wichtig und durch die Hilfe der Veranstalter soll dies möglichst angenehm gestaltet werden. Die Berge sind hier sicher nicht nur Kulisse für irgendeinen riesigen Event, wo tolle neue Marken vorgestellt werden. Genau das scheint auch die Philosophie der Veranstaltung zu sein, wie es der Gründer der Idee des „Chiemgauer100“ Gi auch beim Streckenbriefing formulierte.

Nach Streckenbriefing und Pastaparty machte ich mich auf den Weg ins sogenannte „Läuferquartier“, dass mir durch Gi vermittelt wurde. Ein herrlich gelegener Bauernhof mit Mehrbett-Zimmern und Frühstück um vier Uhr früh! Da ich Semmeln vor dem Laufen nicht so vertrage, vertraute ich auf Polenta mit Preiselbeeren zum Frühstück. Die Nacht war unruhig, obwohl mein Bettnachbar Michael sensationell ruhig schlief. Vielen Dank dafür an dieser Stelle! Es war wohl wieder mehr die Vorfreude.

Samstag, 29.07.2017

Um 3 Uhr klingelte mein Wecker und ich machte mich ans Frühstücken. Danach legte ich mich nochmal eine Stunde hin und döste. Im Anschluss daran machten wir uns auf zum Start. Ich war sehr dankbar, dass ich von einer sehr, sehr netten Läuferin, deren Name ich leider nicht mehr weiß, mitgenommen wurde. Danke.

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Am Start, Copyright: chiemgauer100.de

Pünktlich um 5:00 Uhr früh fiel der Startschuss. Nein. Kein Schuss. Der Veranstalter Gi zählte ruhig die letzten 10 Sekunden runter – unaufgeregt, aber atmosphärisch toll. Das Feld setzte sich angenehm in Bewegung. Ich hatte mir vorgenommen die ersten 20 Minuten ruhig einzurollen, da ich generell dazu tendiere zu schnell loszurennen. Das funktionierte gut. Einige wenige hatten Stirnlampen dabei. Ich versuchte mich die ersten Minuten, die es im Wald an der Traum entlang ging an ihnen zu orientieren. Nach 20 Minuten wechselte ich von langsam in ein schnelles Wohlfühltempo. Die ersten 12 km sind gut laufbar, viele Forststraßen und haben nur wenige Höhenmeter. Ab Zwing führt der Weg, nach einer scharfen Rechtskurve steil bergan, um kurze Zeit später in einen wunderschön zu laufenden Singletrail mündete. Der machte mir soviel Spaß, dass ich bis zur Kaitlalm ordentlich Tempo machte, an der dortigen ersten Getränkestelle einen Schluck zu mir nahm und einen weiteren Höhenweg genoss. Dieser traf nach kurzer Zeit auf einen kurz und steil nach oben führenden Forstweg der bald gemächlich abfiel und somit den Downhill zurück ins Stadion einleitete. Auch dieser wurde bald zu einem toll laufbaren Singletrail. Die Strecke lud zum sehr schnellen Laufen ein. Ich nahm diese Einladung an und ballerte Richtung Traun-Fahrradweg, der dann Richtung Stadion hinausführte. Diesen Teil ließ ich wieder gemütlicher angehen. Die erste Schleife mit 26km beendete ich gegen 7:22 Uhr. Jetzt sollte es erst richtig losgehen.

Von Ruhpolding auf die Hörndlwand

Nach einer kurzen Verpflegung nahm ich den ersten steilen Anstieg Richtung Unternbergsattel in Angriff. Nachdem die erste Runde extrem gut lief, merkte ich: „Oh, Oh. Bergauf warst du noch nie so schwach!“ Ich wusste nicht was bergauf mit mir los war. Naja egal. Dann halt massiv Tempo reduzieren und genießen. So früh sollte man sich bei so einem langen Lauf noch nicht quälen. Ab dem Unterbergsattel folgte nach einer kurzen Forststraße wieder ein herrlicher leicht abfallender Singletrail zur Branderalm, den ich gut hinter mich brachte. Dann folgte der steile und mittlerweile recht warme Aufstieg zur Hörndlwand durch das Ostertal. Jetzt war er da! Mein Tiefpunkt des Tages. Ich schleppte mich hoch und bediente mich bei der Verpflegung und genoss für einen Moment die Aussicht. Ich hatte extreme Lust auf was Salziges zu essen. Um das zu bekommen musste ich allerdings noch ein Stück weiter.

Von der Hörndlwand bis nach Kohlstatt

Der Downhill ins Röthelmoos von der Hörndlwand gehört zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten der 100km Runde. Noch dazu waren die Wege durch den Dauerregen der vergangenen Tage aufgeweicht. Hatte ich bergauf heute einen sehr schlechten Tag, lief es bergab allerdings sensationell. Gefühlt flog ich den Berg hinab und kam nach einer guten halben Stunde beim Verpflegungsposten im Röthelmoos (km 42) an, wo ich sofort nach den Salzstangen griff. Dort waren auch drei 100-Meiler zu Gange, die schon am späten Freitagnachmittag zum Vorspann starteten. Respekt. Ziemlich abartig. Sie sagten mir, dass ich auf Platz zwei läge, was ich kaum glauben konnte, hatte ich mir doch nur vorgenommen gut durchzukommen. Plötzlich spürte ich eine enorme Motivation und dachte mir so: „Ok. Geht da vielleicht was?“ Wie an so vielen Verpflegungsposten veratschte ich mich mal wieder. Die Helferinnen und Helfer waren einfach zu gut und zu freundlich. Danke, Danke, Danke an dieser Stelle.

Nach dem Verpflegungsposten folgte eine nicht enden wollende, ansteigende Forststraße Richtung Jochbergalm, von wo aus es zum Hochsattel hochging.

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Jochbergalm, Copyright: chiemgauer100.de

Ab dem Hochsattel kam ein technischer, hangquerender Downhill. Danach ein steiler kurzer Aufstieg und wieder ein leicht abfallender Downhill zur Bischoffsfellnalm. Direkt an der Hütte passierte es. Irgendwie blieb ich mit dem Fuß hängen, flog aus vollem Tempo Kopf voraus Richtung Boden und konnte mich mit dem Daumen meiner rechten Hand an einem Felsen „abfedern“, was höllisch weh tat und eine Schwellung mit Kapselverletzung zur Folge hatte. 55km und knapp 2000 Höhenmeter wollten aber noch zurückgelegt werden. Ich sprang wieder auf die Beine, dachte an Kilian Jornet, der den Hardrock100 in den USA mit ausgekugelter Schulter als Sieger zu Ende brachte. Dieser Gedanke motivierte mich und ich setzte den Downhill zum Verpflegungsposten in Kohlstatt mit erhöhtem Tempo und vollem Risiko fort. Auch hier traf ich als zweiter ein und freute mich über großen familiären Beistand, was zu einem 10-minütigen Aufenthalt führte. Da fällt mir noch Amadeus ein, mit dem ich ganz oft Platz zwei und drei tauschte. Bergauf ließ er mich stehen, bergab zog ich wieder an ihm vorbei. Unsere Wege kreuzten sich nun schon seit mehr als 30km. Ein super Typ, mit dem ich beim Anstieg zum Unternbergsattel lange geratscht hatte.

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Versorgungsposten Kohlstatt, km 55

Von Kohlstatt nach Egg

Nun folgten ca. 300 Höhenmeter eine alte Skipiste sehr sehr steil nach oben. Auch hier brauchte ich lang, bis es schließlich beinahe eben zur Mittelstation der Hochfellnbahn ging. Danach kam eine gut laufbare Forststraßen bis zum Verpflegungsposten Maria Eck bei km 65. Ein Moment gehört hier noch zu meinen Highlights. Auf einem im Wald liegenden Forstweg kommt mir plötzlich ein Mountainbiker entgegen. Es ist der Veranstalter Gi. Energiegeladen wirft er sein Bike auf die Strecke, holt den Fotoapparat hervor und schießt zwei, drei Fotos von mir. Der Mann brennt definitiv für seine Veranstaltung! Diese Situation wiederholte sich auf den nächsten Streckenabschnitten noch drei mal und zauberte mir immer wieder ein lang anhaltendes Lächeln ins Gesicht, dass die nun immer schwerer werdenden Beine kaum spürbar machte. Zusätzlich hatte ich auch nochmal familiäre Aufmunterung am Wegesrand.

Bei der Verpflegungsstation Maria Eck ruhte ich mich in der Mittagshitze wieder kurz aus und gab meinen zweiten Platz ab, was mir aber egal war, kam ich doch im Grunde, um durchzukommen. Hier nach 65km war ich zwar platt, fühlte mich aber trotzdem noch in der Lage die letzten 35km mit knapp 1300 Höhenmetern „runterzureissen“. Zur nächsten Verpflegungsstation nach Egg ist es nicht weit und eigentlich gut und schön laufbar. Auf einem schönen Höhenweg knapp über Ruhpolding. Ein kurzer Anstieg brachte mich zum Verpflegungsposten nach Egg, wo mich auch wieder ein Teil meiner Familie erwartete und aufmunterte. „So scheisse schaust ja noch gar nicht aus!“ 74 Kilometer waren geschafft. Hier gibt es die Option den Hochfelln auszulassen und auf 80km zu verkürzen. Ich verschwendete keine Sekunde an diesen Gedanken! Trotz meiner heutigen bergauf-Schwäche wollte ich die 100km-Premiere schaffen. Nach einer kurzen Rast begann ich mit dem Aufstieg.

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Kurz vor Egg, Copyright: chiemgauer100.de

Von Egg auf den Hochfelln und zurück nach Ruhpolding

Der Anstieg auf den Hochfelln beginnt sehr steil und ist zu Beginn eher einer der nicht ganz so schönen Abschnitte der Strecke. Dafür kurz. Bald geht er wieder über in einen wundervollen ganz leicht ansteigenden und gut laufbaren Singletrail. Bald erblickt man den Hochfelln-Gipfel mit seinem Haus und der Seilbahnstation. Nun steilt der Weg in drei bis vier langgezogenen Serpentinen auf. Der Anstieg fiel mir unglaublich schwer. Ein entgegenkommendes Pärchen riet mir dazu, nun nicht zu viele Körner zu verschießen sondern langsam zu machen. Sie hatten den „Chiemgauer100“ schon (mehrfach?) in den vergangen Jahren gemacht. Ich hielt mich an den Rat. Nichts desto trotz wechselte ich für die Zuschauer am Gipfel und den Fotografen nochmal kurz in den Laufschritt. 83 Kilometer waren geschafft.

Nach einer kurzen Rast mit Weißbier, meinem Bruder und seiner Freundin ging es auf einen letzten technischen Downhill ins Eschelmoos. Die Beine waren nun schon sehr schwer und ich war nicht mehr ganz so flott bergab unterwegs wie noch zu Beginn. Bald traf der Singletrail auf eine Forststraße und ich erreichte den Verpflegungsposten Eschelmoos. Dort sagten sie mir, es sind nur noch 15 km. Die Schwierigkeiten waren vorbei. Es folgten endlose Forststraßen hauptsächlich bergab, wobei noch drei bis vier kurze Gegenanstiege bis zum Stadion in Ruhpolding aufwarteten. Diese Eintönigkeit forderte die mentale Stärke. Durchhalten war nun angesagt. Oft verfiel ich in ein schnelles bis langsames Gehen, konnte mich aber immer wieder zum Laufen aufraffen.

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Zieleinlauf

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Nach einem kurzen Abschnitt über Asphalt in Ruhpolding bog ich auf den Traundamm ein, beschleunigte nochmal und legte auf der Tartanbahn mit wiedermal grandioser familiärer Unterstützung meinen Endspurt hin. Ich war überglücklich und von meiner Zeit und meiner Platzierung sowas von überrascht. Der Hammer bei der Premiere über solch eine Distanz. Platz vier in 13:36 h. Wuhuuuuu.

Es war die beste und schönste Laufveranstaltung, an der ich je teilgenommen habe. Ich danke meiner Familie, insbesondere meiner Frau und meiner kleinen Tochter, für die Unterstützung, Gi für die Hammer-Veranstaltung und seinen ansteckenden Elan und den etlichen Helferinnen und Helfern, die an den Versorgungsposten alles gaben. Und das ehrenamtlich. Gratulation an alle Läufer, die diesen Lauf, egal auf welcher Strecke geschafft haben. Hier wird dir nichts geschenkt! Herzlichen Glückwunsch an die Jungs und Mädels, die es aufs Podest geschafft haben! Ganz starke Leistung. Ergebnisse könnt ihr euch bei Interesse auf der Homepage http://www.chiemgauer100.de anschauen.

Bis bald!

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Chiemgauer100 – Die Vorfreude

In weniger als 6 Tagen ist es soweit. Am Samstag, den 29.07.2017, um 5:00 Uhr früh fällt der Startschuss zum 100km Berg-Ultralauf „Chiemgauer100“, der noch mit 4500, sowohl positiven, als auch negativen Höhenmetern garniert ist (http://www.chiemgauer100.de). Eine Premiere für mich. Ich bin unglaublich dankbar dafür, eventuell soweit laufen zu können und auch dass ich im Losverfahren unter die glücklichen 100 Läufer gewählt wurde, die sich der Herausforderung stellen werden. Es wird sicherlich unglaublich hart, aber hoffentlich auch unglaublich schön. 2014 startete ich in Davos beim Swissalpine über knapp 80km und 3000 Höhenmeter – das war hart und auch der Oberhammer. Ich hatte mir damals vorgenommen, keine langen Wettkämpfe mehr zu laufen. Naja… irgendwie kommt es dann doch anders als man denkt. Das Ausloten der eigenen Grenzen sollte einem Spaß machen. Auch eine kleine Portion Abenteuerlust, Masochismus und stabile Beine sind von Vorteil. Über meine vergangenen Rennerfahrungen werde ich bei Zeiten mal berichten. Aber eins nach dem anderen.

Seit Beginn des Jahres habe ich sicherlich den ein oder anderen Kilometer – größtenteils in der fränkischen Schweiz – zurückgelegt, war kaum krank und bin ganz gut drauf. Die letzte Woche vor so einem Lauf, reduziere ich das Laufen ziemlich stark, um möglichst fit starten zu können. Da bleibt viel Zeit zum Nachdenken. Deswegen dachte ich mir, dass es an der Zeit ist, ein bißchen was aufzuschreiben. Ich denke interessant wird (hoffentlich) mein Bericht nach dem Rennen. Jetzt werde ich eventuell noch die ein oder anderen höchst interessanten Updates posten, die wirklich jeder sehr sehr gern gelesen haben wird. Meine Gedanken über die richtige Verpflegung und eventuelle Toilettengänge während über 12 Stunden Dauerlaufens werde ich euch ersparen.

Ja es kribbelt, ich fühle mich unruhig. Aber Freude überwiegt. Ich will endlich los laufen!

Achja: hier gibts einen kleinen Vorbericht zum Lauf: https://www.yumpu.com/de/embed/view/uF6fOnQVTz5a40BW

 

 

Schon wieder ein Blog von so einem Typen, der über seine Leidenschaft schreibt…

… allerdings ist es mir ein Anliegen, nachdem ich einige Blogs zu diesem Thema gelesen und gesichtet habe, nicht schon wieder Laufberichte oder Rezensionen über Ausrüstungsgegenstände zu schreiben.

Warum schreibe ich hier und jetzt?

Mir geht es darum, den Blick wieder auf das zurückzuwerfen, was doch eigentlich die Anziehung ausmachen sollte: das Laufen. Die Bewegung. Der Schweiß. Der Kampf. Der unbändige Masochismus. Egal ob Laufen dem Selbstzweck („Laufen des Laufen willens“) oder aber dem Wettkampf dient. Weg vom Technik-, Ausrüstungs- und Ernährungsblablablabla….

Ich stehe für ein naturnahes Laufen. Symbiotisch mit der Natur – nicht als „Spielwiese“ ausnutzend. Ich stehe dafür, das Körpergefühl beim Laufen in den Mittelpunkt zu stellen – keine GPS-Diktatoren, Pulsgurte und Nahrungsergänzungsmittel. Da fehlt mir persönlich der Bezug zur Natur, was für mich ein Merkmal des Trailrunnings, Berglaufens etc. (wie man es halt nennen möchte) sein sollte. Im Sonnenaufgang die letzten Höhenmeter unter den Sohlen. Die Tau besetzte Wiese kühlt deine Waden. Da hätte ich wenig Lust meine Pace zu kontrollieren.

Training lässt sich auch über die Rückgewinnung eines guten Körpergefühls optimal steuern, womit ich in Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht habe. Auf Trails, Wanderwegen, alpinen Steigen bin ich seit meinem vierten Lebensjahr regelmäßig unterwegs. Das heisst seit ungefährt 27 Jahren – kurze Unterbrechungen während der Pubertät und dem Beginn des Studiums ausgeschlossen. Mir wäre es ein Anliegen, Gedanken die sich hinter dem Laufen (auch Ultralaufen) verbergen, darzustellen, in Worte oder Bilder zu fassen. Gefühle, Emotionen, Unbewusstes.

Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen. Mir ist bewusst, dass ich das Laufen sehr minimalistisch betreibe. Ich denke aber nicht, dass ich mich auf dem „richtigen“ Weg befinde. Er fühlt sich nur für mich richtig an und gerne inspiriere ich dadurch auch andere Läufer und Läuferinnen oder solche, die es werden möchten. Ich respektiere aber alle anderen Meinungen und freue mich, euch bei Laufveranstaltungen oder beim Laufen in Wald, auf Wiesen oder Bergen kennenzulernen.

Wie sind meine Pläne für die Zukunft?

In Zukunft würde ich hier gerne schrittweise darstellen, wo meine läuferische Vergangenheit liegt. Quasi meine Entwicklung biografisch darstellen. Außerdem habe ich für dieses Jahr noch zwei kleine Wettkämpfe vor, wobei mein absolutes Saisonhighlight demnächst ansteht: der Chiemgauer 100km in Ruhpolding am 29. Juli 2017. Ich werde versuchen dieses Erlebnis in Wort zu fassen. Kleinere Updates werde ich über Facebook, Instagram und Twitter zum besten geben – auch wenn das unter Umständen niemand liest. Ich merke im Moment schon, dass es schön ist über eine große Leidenschaft zu schreiben.

Viele Grüße

Simon

P.S.: Warum SimonRuns? Es gibt so ein englischsprachiges Spiel, welches sich „simon says…“ nennt. Ähnlich dem deutschsprachigen Spiel „Alle Hände gehen hoch“. Es ist unglaublich simpel und macht viel Spaß – genauso sehe ich das Laufen. Es ist unglaublich leicht und bereitet mir eine große Freude – auch wenn es manchmal echt hart ist.